Besuch eines Künstlers

Eigentlich wollte ich Tür-zu-Tür nur eine
kleine Aufmerksamkeit abgeben
ein älterer Herr, der sein Atelier und Werkstatt
bereits aufgab und nun in seinem alten Haus wohnt
mit dem schönen Garten
Er bat mich hinein, mit Maske und Abstand, aber
ganz herzlich und erfreut.
Seine Frau öffnete die Tür zum Garten und den
Raum, hinter der Werkstatt.
Ich sollte da allein einmal schauen, einige schöne
Bronzeplastiken wären noch da, zwei haben wir schon
zuhause!
Welch ein GLÜCK!
Eine durfte ich mitnehmen, zum Überlegen, ob
diese passt bei uns und wie meine Frau diese findet.
Alles weitere telefonisch.
Auch erfuhr ich, dass die Familie nicht zu Besuch
kommt zu Weihnachten, sie wohnen weit weg und
alles ist momentan so schwierig, in vielen Orten
und den Städten.
Ist das LEBEN nicht eine KUNST an sich, wenn man
sich einlässt auf andere, auch trotz Abstand und
Hygiene, wie noch vor einem Jahr nur auf speziellen
Krankenstationen denkbar und nun in JEDEM Haushalt?
WAS wurde da falsch gemacht in EUROPA, wo doch
die WHO schon im Januar weltweit gewarnt hatte.
Wurden die SIGNALE überhört und was war nach der
1. Welle los, mit Bildern von über-vollen Stränden, Auto-
schlangen und vollen Zügen und Flugreisende in alle
Richtungen?
Hat da jemand an WEIHNACHTEN und den Winter
gedacht und daran, dass sich LEBEN nun nur noch
beschränkt auf Maske und Allein-sein?
Ist das nicht alles beschränkt, in einer Gesellschaft,
die Vernunft gelernt hat?
Oder doch nur Un——–/unvernünftig ist!